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 Wie malt man einen Fisch mit liebem Herz?

Viertklässler illustrieren das Kinderbuch „Der kleine Fisch Pirri“ der Autorin Ellen-Marie Stengel
 
(Rehauer Tagblatt
 vom 27. Okt. 2005)

Das Kinderbuch „Der kleine Fisch Pirri“ der Autorin Ellen-Marie Stengel aus Bühl bei Baden-Baden wird im März auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt werden. Erscheinen wird es im Rehauer Burg-Verlag. Die Illustrationen stammen ebenfalls aus der Stadt: Die Viertklässler der Pestalozzi-Schule haben sich über „Pirri“ viele Gedanken gemacht, die sie seit Schuljahresbeginn auf Papier bringen.
















„Das ist also mein Pirri. Er sieht wirklich sehr lieb aus.“: Kinderbuchautorin Ellen-Marie Stengel war von den Illustrationen der Viertklässler der Pestalozzischule begeistert FOTO: hawe
 

REHAU – „Warum ist Pirri eigentlich ein Junge?“ Die Frage des kleinen Mädchens aus der ersten Reihe war berechtigt und brachte Autorin Ellen-Marie Stengel kurz in Verlegenheit. Aber die 65-Jährige fand dann doch die passende Antwort: „Ein Mädchen wäre artiger. Pirri ist aber manchmal frech und hört nicht immer auf seine Eltern oder Freunde.“ Eine Junge eben.

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Auf der Flucht vor bösen Menschen

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Und das hätte der kleine Fisch tun sollen. Denn „Pirri“ hat im Verlauf der Geschichte viele Gefahren zu überstehen. Vor allem hätte er sich von den Menschen fern halten sollen, die ihn nicht nur jagen, sondern auch seine Heimat, das Meer, verschmutzen. Gewarnt hatte man ihn.

Die Mädchen und Jungen der Pestalozzischule jedenfalls fanden die ersten der zwölf Kapitel, die sie schon kennen, sehr spannend. Lehrerin Eva Graf hatte die ersten drei Abschnitte mit ihren Schülern gelesen und an den Schülern war es, sich – zunächst im Kopf – ein Bild des jungen Fisches zu machen. Neugierig und lieb müsse er sein, das stand schnell fest. Ein „liebes Herz“ hätte er außerdem, und nach der Vorgabe eine Brille.

 

Mit Feuereifer machten sich die beiden Klassen ans Werk. Vor allem deshalb, weil es für sie natürlich besonders motivierend war, dass ihre Werke in einem Buch landen, das auf einer großen Messe präsentiert werden soll. Man einigte sich in der Runde auf Wachsmalkreiden und los ging es. Bunte, strahlende Farben musste „Pirri“ haben, weil er so freundlich und lieb ist. Die böse Krake malten sie entsprechend in dunklem Blau oder Violett.

Erstes Ziel war der „Muster-Fisch“, ein „Pirri“, der allen anderen Nachwuchskünstlern als Vorbild dienen sollte, damit später im Buch alle Fische in etwa gleich aussehen. Der neunjährigen Ronja Herrmann gelang es, einen besonders lieben „Pirri“ zu malen. Kunterbunt, runde Formen und ein großes rotes Herz auf dem Leib – so hatte sich Ronja den kleinen Fisch vorgestellt – und damit die Vorlage geschaffen.

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Lieb und pfiffig
musste der Fisch sein

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Die Autorin, die gestern die Schüler im Klassenzimmer besuchte und das erste Mal deren Werke sah, war begeistert. Denn lieb und pfiffig war ihr „Pirri“ tatsächlich geworden. Ursprünglich wollte die Deutsch- und Kunstlehrerin im Ruhestand die Illustrationen selbst malen. Aber ihr Rehauer Verleger Hanns Findeiß hatte die Idee, dass doch Kinder für dieses Kinderbuch als Künstler geeignet wären. Stengel war spontan davon sehr angetan, in der Pestalozzischule war ein neues Projekt geboren.

Ein Projekt, das die Kinder sehr beschäftigte. Warum denn „Pirri“ eine Brille habe, wollte einer der Schüler wissen. Ellen-Marie Stengel musste erneut kurz überlegen, fand aber wieder eine Antwort: „Pirri ist schließlich ein ganz besonderer Fisch. Also muss er auch ein besonderes Zeichen haben.“ hawe

 

 

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