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klare Regeln
Schulleiter Gerd Löffler und Verkehrserzieher Peter Kempf wollen die Gefahrenquelle „Zebrastreifen Schützenstraße“ ausschalten und suchen deshalb Eltern, die sich als Schulweghelfer engagieren

Erschienen
 am
 01. März. 2008 im

 

   

Im „Schulwegtraining“ übt Verkehrserzieher Peter Kempf (hinten) mit seinen kleinen Schützlingen auch das Überqueren von Zebrastreifen wie dem in der Schützenstraße. Doch während die Kinder schnell kapieren, worauf’s dabei ankommt, verhalten sich Autofahrer oftmals nicht korrekt. Foto: Susanne Glas

Rehau – Die Rehauer Schulkinder sind fit, wenn’s um die Überquerung eines Zebrastreifens geht. Da ist sich Gerd Löffler, Leiter der Pestalozzischule, sicher. Bei den Autofahrern scheint das anders zu sein, denn nach Meinung des Elternbeirates kommt es am Zebrastreifen auf der Schützenstraße immer wieder zu gefährlichen Situationen. Genau denen haben Löffler und Peter Kempf, Verkehrserzieher bei der Rehauer Polizei, jetzt den Kampf angesagt. Gemeinsam starten sie einen Aufruf an die Eltern: Schulweg-Helfer werden gesucht.

Den Stein des Anstoßes gab Elternbeiratsvorsitzende Susanne Amann. Sie wies bei der jüngsten Sitzung des Gremiums darauf hin, dass Autofahrer an diesem Zebrastreifen oft nicht ordnungsgemäß anhalten, um den Schulkindern das gefahrlose Überqueren der Straße zu ermöglichen.

Verstoß gegen Verkehrsregeln

„Ein klarer Verstoß gegen die Verkehrsregeln“, weiß Peter Kempf, der allerdings auch die Tücke dieser Stelle im Rehauer Stadtgebiet kennt: „Ich habe dort schon oft Autofahrer beobachtet, die abgelenkt sind und überhaupt nicht sehen, dass jemand über die Straße gehen will.“ Vor Strafe schützt Ablenkung freilich nicht, ein saftiges Verwarnungsgeld und sogar ein Punkt in Flensburg sind die Folge.

Obwohl Kempf seine Schützlinge bereits im Kindergarten im richtigen Überqueren von Straßen fit macht, weiß er, „dass Zebrastreifen eine trügerische Sicherheit bergen“. Gerade weil sich viele Autofahrer nicht an die Verkehrsregeln halten. Die Kinder, die bei ihm das Schulwegtraining – einmal im Kindergarten, ein zweites Mal in der ersten Klasse – absolviert haben, schätzt er dennoch als „absolut fit“ ein. „Sie verhalten sich defensiv – und tun gut daran“, weiß er aus der täglichen Tour im Rahmen der Schulwegüberwachung. Wichtige Regeln, wie Blickkontakt zu den Autofahrern suchen, und erst loslaufen, wenn die Autos stehen, würden in der Regel beachtet.

 „Wir wollen keine Ängste schüren“, sagt Löffler – auch mit dem Hinweis darauf, dass es im Einzugskreis der Pestalozzischule seit Jahren keinen Schulwegunfall mehr gegeben habe. Trotzdem habe man sich Gedanken gemacht, um die mögliche Gefahrenquelle an der Schützenstraße auszuschalten. „Wir suchen Eltern oder Großeltern, die Lust haben, sich als Schulweghelfer zu engagieren. Sie müssten zuverlässig, also auch bei Regen und Schnee, kurz vor 8 Uhr und am frühen Nachmittag für eine sichere Überquerung der Straße sorgen – und werden dafür von der Polizei ausgestattet. „Vielleicht“, hofft Löffler, „trauen dann auch wieder mehr Eltern ihren Kindern zu, alleine in die Schule zu gehen."

Bis vor zwei Jahren, genauer bis zum Wegfall der fünften und sechsten Klassen, gab es an der Pestalozzischule übrigens Schülerlotsen.
glas

   

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