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Im „Schulwegtraining“ übt Verkehrserzieher Peter Kempf
(hinten) mit seinen kleinen Schützlingen auch das Überqueren von
Zebrastreifen wie dem in der Schützenstraße. Doch während die Kinder schnell
kapieren, worauf’s dabei ankommt, verhalten sich Autofahrer oftmals nicht
korrekt. Foto: Susanne Glas
Rehau
– Die Rehauer
Schulkinder sind fit, wenn’s um die Überquerung eines Zebrastreifens geht.
Da ist sich Gerd Löffler, Leiter der Pestalozzischule, sicher. Bei den
Autofahrern scheint das anders zu sein, denn nach Meinung des Elternbeirates
kommt es am Zebrastreifen auf der Schützenstraße
immer wieder zu gefährlichen Situationen. Genau denen haben Löffler und
Peter Kempf, Verkehrserzieher bei der Rehauer Polizei, jetzt den Kampf
angesagt. Gemeinsam starten sie einen Aufruf an die Eltern: Schulweg-Helfer
werden gesucht.
Den Stein
des Anstoßes gab Elternbeiratsvorsitzende Susanne Amann. Sie wies bei der
jüngsten Sitzung des Gremiums darauf hin, dass Autofahrer an diesem
Zebrastreifen oft nicht ordnungsgemäß anhalten, um den Schulkindern das
gefahrlose Überqueren der Straße zu ermöglichen.
Verstoß gegen
Verkehrsregeln
„Ein klarer Verstoß
gegen die Verkehrsregeln“, weiß Peter Kempf, der allerdings auch die Tücke
dieser Stelle im Rehauer Stadtgebiet kennt: „Ich habe dort schon oft
Autofahrer beobachtet, die abgelenkt sind und überhaupt nicht sehen, dass
jemand über die Straße gehen will.“ Vor Strafe schützt Ablenkung freilich
nicht, ein saftiges Verwarnungsgeld und sogar ein Punkt in Flensburg sind
die Folge.
Obwohl Kempf seine Schützlinge bereits im Kindergarten im richtigen
Überqueren von Straßen fit macht, weiß er, „dass Zebrastreifen eine
trügerische Sicherheit bergen“. Gerade weil sich viele Autofahrer nicht an
die Verkehrsregeln halten. Die Kinder, die bei ihm das Schulwegtraining –
einmal im Kindergarten, ein zweites Mal in der ersten Klasse – absolviert
haben, schätzt er dennoch als „absolut fit“ ein. „Sie verhalten sich
defensiv – und tun gut daran“, weiß er aus der täglichen Tour im Rahmen der
Schulwegüberwachung. Wichtige Regeln, wie Blickkontakt zu den Autofahrern
suchen, und erst loslaufen, wenn die Autos stehen, würden in der Regel
beachtet.
„Wir wollen keine Ängste schüren“, sagt Löffler – auch mit dem Hinweis
darauf, dass es im Einzugskreis der Pestalozzischule seit Jahren keinen
Schulwegunfall mehr gegeben habe. Trotzdem habe man sich Gedanken gemacht,
um die mögliche Gefahrenquelle an der Schützenstraße auszuschalten. „Wir
suchen Eltern oder Großeltern, die Lust haben, sich als Schulweghelfer zu
engagieren. Sie müssten zuverlässig, also auch bei Regen und Schnee, kurz
vor 8 Uhr und am frühen Nachmittag für eine sichere Überquerung der Straße
sorgen – und werden dafür von der Polizei ausgestattet. „Vielleicht“, hofft
Löffler, „trauen dann auch wieder mehr Eltern ihren Kindern zu, alleine in
die Schule zu gehen."
Bis vor zwei Jahren, genauer bis zum Wegfall der fünften und sechsten
Klassen, gab es an der Pestalozzischule übrigens Schülerlotsen.
glas |
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