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Die Viertkässler der Pestalozzischule sehen den
Ferien gespannt entgegen. Den Führerschein fürs Fahrrad haben sie
nämlich schon längst bestanden. |
Den "Lappen" in der Tasche |
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Während heute ein paar ihrer Mitschüler nochmal eine Runde im
sogenannten "Realverkehr" drehen müssen, weil sie zur Prüfung
erkrankt waren, haben es (vorn von links) Filip Kropf, Jan
Muggenthaler, Nina Schubert, Anna Strunz und Sarah Junge sogar mit
Bravour geschafft. An ihren Rädern hängt künftig der Ehrenwimpel.
Foto: glas
Rehau
- Für Peter Kempf ist es ein Termin, der sich jährlich wiederholt.
Und doch ist dem Verkehrserzieher der Rehauer Polizei alle Jahre
wieder anzumerken, wie stolz er auf seine Schützlinge ist. Gestern
überreichte er den Schülern der Klassen 4a und 4b der
Pestalozzischule die hart verdienten Fahrradführerscheine - und
bekannte offen: "Ich muss sagen, es hat mit beiden Klassen wieder
ganz großen Spaß gemacht!"
Sicher, der Spaß darf nicht zu kurz kommen, will man Kindern etwas
beibringen. Und doch geht es um ein ernstes Thema, wie Gerhard
Puchta, der Leiter der Polizeistation, in der Begrüßung der Kinder
deutlich machte: "Junge Radfahrer leben gefährlich. Statistisch
verunglückt in Deutschland jeder zehnte Schüler auf dem Schulweg -
und die meisten mit dem Fahrrad", warnte er. Es sei jedoch erwiesen,
dass die Schüler, die den Fahrradführerschein in der Tasche haben,
seltener in Unfälle verwickelt sind. In Rehau habe es in den
vergangenen Jahren zum Glück nur einen einzigen Schulwegunfall
gegeben - mit einem Kind, das den Fahrradführerschein nicht
absolviert hatte. "Aber ihr habt es geschafft", lobte der
Polizeichef - und fügte an, was viele hoffen: "Schöne Ferien!"
Peter Kempf richtete seinen Dank nicht nur an die Kinder, sondern
auch an Schulleiter Gerd Löffler und die beiden Klassenlehrer
Gerlinde Schrenk (4a) und Harald Günther (4b). Dass an der
Pestalozzischule die Verkehrserziehung einen hohen Stellenwert
einnehme und sorgsam gelehrt werde, merke er bereits beim ersten
Kontakt mit seinen kleinen Fahrradschülern. "Die Verkehrsregeln
kanntet ihr schon richtig gut, da musste ich euch gar nichts mehr
beibringen", lobte Kempf. Im sogenannten Realverkehr, durch den sich
die Schüler für den Führerschein kämpfen müssen, seien diese Regeln
jedoch mit Vorsicht zu genießen. Deshalb sei es ratsam, immer
zweimal hinzuschauen. "Und dass ich euch immer mit Helm fahren
sehe", warnte Kempf mit einem Augenzwinkern, bevor er Wimpel und
Urkunden aushändigte. Text: Rehauer Tagblatt (Susanne Glas)
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